Neuroathletik — kurz erklärt, sofort messbar
Du willst schneller reagieren, stabiler stehen, Schmerzen reduzieren oder nach einer Verletzung Vertrauen zurückgewinnen. Wir finden heraus, welcher Eingang dich bremst — und trainieren genau den.
01 · Was Neuroathletik ist
Vier Sätze, die genügen, um das Prinzip zu verstehen. Ausführlich steht das auf der Seite Was ist Neuroathletik?.
Bewegung beginnt vor dem Muskel
Bevor dein Körper eine Bewegung ausführt, sammelt das Nervensystem Information: Wo ist oben? Wo ist das Ziel? Wie steht das Gelenk? Ist diese Information ungenau, wird auch die Bewegung ungenau — unabhängig davon, wie stark du bist.
Vier Eingänge, ein Ergebnis
Gleichgewichtsorgane, Augen, Tiefenwahrnehmung und Atmung liefern die Daten. Das zentrale Nervensystem verrechnet sie und plant daraus Timing, Reihenfolge und Kraft. Wir arbeiten an diesen Eingängen, nicht an der Bewegung selbst.
Sofort überprüfbar
Jeder Reiz wird direkt getestet: ein kurzer Test vorher, derselbe Test nachher. Du siehst im gleichen Training, ob eine Übung bei dir an diesem Tag wirkt. Was nicht wirkt, kommt nicht in den Plan.
Kein Ersatz, sondern ein Vorbau
Neuroathletik ersetzt weder Kraft- noch Ausdauertraining. Sie macht die Ansteuerung präziser, damit das übrige Training besser ankommt — oft in Blöcken von zwei bis fünf Minuten.
02 · Die Systeme im Überblick
Vestibuläres System
Die Gleichgewichtsorgane im Innenohr melden Kopfposition, Drehung und Beschleunigung. Sie liefern die Referenz, gegen die das Gehirn jede Bewegung im Raum abgleicht.
Kopfbewegungen in definierten Achsen, Blickstabilisation bei Kopfrotation, Gleichgewichtsaufgaben mit verändertem Untergrund und Sehfeld.
Standzeit im Einbeinstand, Blickstabilität bei Kopfbewegung, Toleranz gegenüber Rotation.
Visuelles System
Ein Grossteil der Orientierungsinformation läuft über die Augen: Sakkaden, Folgebewegungen, Konvergenz und peripheres Sehen bestimmen, wie früh eine Situation erfasst wird.
Blickziel-Aufgaben, Sakkaden- und Folgebewegungs-Drills, periphere Wahrnehmung unter Belastung, Kopf-Augen-Entkopplung.
Sakkadengeschwindigkeit, Konvergenz-Nahpunkt, Trefferquote bei Reaktionszielen.
Propriozeption
Rezeptoren in Muskeln, Gelenken, Faszien und Fusssohlen melden Position, Spannung und Druck. Diese Rückmeldung entscheidet über Gelenkkontrolle und Krafttransfer.
Gelenk- und Fussmobilisation, Positions-Reproduktion ohne Sicht, Belastungswechsel auf unterschiedlichen Flächen.
Winkel-Reproduktion, Seitendifferenz im Einbeinstand, Kraftkurve über den Bewegungsweg.
Motorische Ausgabe
Erst nach der Verrechnung aller Eingänge plant das Nervensystem Timing, Reihenfolge und Kraftdosierung. Die Ausgabe ist immer nur so präzise wie die Eingänge, auf denen sie beruht.
Koordinations- und Reaktionsdrills, Bewegungsvarianten unter Zeitdruck, Wechsel zwischen Vorhersehbarem und Unvorhersehbarem.
Reaktionszeit, Sprung- und Landeasymmetrie, Bewegungsqualität im Video.
Atmung & Regulation
Atemmechanik und CO₂-Toleranz beeinflussen Rumpfspannung, Erregungsniveau und Erholungsfähigkeit — die Grundlage dafür, dass Reize überhaupt verarbeitet werden können.
Atemprotokolle mit kontrollierter Ausatmung, Zwerchfellarbeit in Positionen, Belastungs- und Erholungswechsel.
Atemfrequenz in Ruhe, Atempausen-Toleranz, Erholung der Herzfrequenz nach Belastung.
Bereich anwählen, um Funktion, Trainingszugang und Messgrössen zu lesen. Die Verrechnung im Zentrum steht für das zentrale Nervensystem: kein Bereich wirkt isoliert.
03 · So läuft ein Training ab
Immer derselbe Rhythmus: erst messen, dann reizen, dann erneut messen.
Screening
Kurztest der relevanten Systeme, acht bis zwölf Minuten. Ergebnis: Ausgangswerte für den Tag.
Reizsetzung
Zwei bis drei Drills auf das System mit dem grössten Rückstand, in kurzen Sätzen.
Retest
Dieselben Tests erneut. Verbessert sich der Wert, bleibt der Drill im Plan.
Übertrag
Sportartspezifische Bewegung unmittelbar danach, damit der Reiz im Kontext ankommt.
04 · Stimmen von Athleten
„Ich war skeptisch — bis ich die Ergebnisse selbst erlebt habe. Nach wenigen Wochen: schnellere Reaktionen, bessere Balance unter Druck und mehr Sicherheit im Spiel."
„Das Profiling hat Dinge sichtbar gemacht, die ich jahrelang als gegeben hingenommen habe. Die Seitendifferenz im Sprung war für mich die grösste Überraschung."
„Meine Rückschläge kamen immer an derselben Stelle. Über das Blick- und Gleichgewichtstraining habe ich zum ersten Mal verstanden, warum."
„Nach der Verletzung war das Vertrauen in das Bein weg. Der Test-Retest-Ansatz hat mir Woche für Woche schwarz auf weiss gezeigt, dass es zurückkommt."
05 · Angebote & Preise
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CHF 160.– pro Training Termin anfragenPreise in Schweizer Franken, inklusive Mehrwertsteuer. Abo-Preise gelten pro Training bei Bezug von fünf bzw. zehn Einheiten. Trainings finden in Ebikon bei Luzern statt.
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