Module zur Neuroathletik
Einzelne, frei wählbare Module — kein mehrwöchiges Gesamtprogramm. Du buchst genau die Systeme, die in deiner Arbeit auftauchen, und bekommst dazu Testabläufe, Progressionen und Abbruchkriterien.
01 · Die Module
Einen Überblick über Ablauf, Voraussetzungen und Kosten gibt die Seite Ausbildung. Jedes Modul ist eigenständig buchbar. Es gibt keine vorgeschriebene Reihenfolge — in den meisten Fällen beginnen wir beim vestibulären System, weil es die Referenz für alles Weitere liefert.
Vestibuläres System
Gleichgewicht, räumliche Orientierung und dynamische Koordination. Das Modul behandelt Achsen und Ebenen der Kopfbewegung, Blickstabilisation bei Rotation sowie Progression und Abbruchkriterien.
- Achsen, Ebenen und Bewegungsumfang
- Blickstabilisation bei Kopfbewegung
- Progression und Abbruchkriterien
Propriozeption & motorische Kontrolle
Tiefenwahrnehmung und Gelenkkontrolle als Basis für Krafttransfer und Verletzungsprävention. Fuss, Hüfte und Nacken als Schlüsselregionen, Positions-Reproduktion als Trainingsmittel.
- Fuss, Hüfte und Nacken als Schlüsselregionen
- Positions-Reproduktion ohne Sicht
- Seitendifferenzen erkennen und bearbeiten
Visuelles Tracking & Augen-Gehirn-Integration
Sakkaden, Folgebewegungen, Konvergenz und peripheres Sehen — und wie sich daraus schnellere Entscheidungen und präzisere Aktionen unter Druck ergeben.
- Sakkaden, Folgebewegungen, Konvergenz
- Peripherie unter Belastung
- Integration in die Sportartspezifik
Atmung & Regulation
Atemmechanik, CO₂-Toleranz und Rumpfspannung als Voraussetzung dafür, dass Reize überhaupt verarbeitet werden. Inklusive Belastungs- und Erholungssteuerung.
- Zwerchfellarbeit in Positionen
- CO₂-Toleranz und Rumpfspannung
- Belastung und Erholung steuern
Umfang, Format (vor Ort oder online) und Preis richten sich nach Gruppengrösse und Vorkenntnissen. Wir machen dir nach einem kurzen Gespräch ein konkretes Angebot.
02 · Coach the Coach
Die Weiterbildung für Trainerinnen und Trainer
Coach the Coach richtet sich an Fachpersonen, die Neuroathletik nicht nur anwenden, sondern im eigenen Team verankern wollen. Im Zentrum stehen Methodik und Entscheidungsfähigkeit: wie du testest, wie du dosierst, wann du abbrichst — und wie du all das an dein Umfeld weitergibst.
- Screening-Abläufe, die im Trainingsbetrieb bestehen
- Dosierung, Reihenfolge und individuelle Reizschwelle
- Atemtechnik und CO₂-Toleranz in der Belastungssteuerung
- Dokumentation und Verlaufskontrolle im Team
- Kommunikation gegenüber Athleten und Staff
03 · Die Systeme, mit denen wir arbeiten
Vestibuläres System
Die Gleichgewichtsorgane im Innenohr melden Kopfposition, Drehung und Beschleunigung. Sie liefern die Referenz, gegen die das Gehirn jede Bewegung im Raum abgleicht.
Kopfbewegungen in definierten Achsen, Blickstabilisation bei Kopfrotation, Gleichgewichtsaufgaben mit verändertem Untergrund und Sehfeld.
Standzeit im Einbeinstand, Blickstabilität bei Kopfbewegung, Toleranz gegenüber Rotation.
Visuelles System
Ein Grossteil der Orientierungsinformation läuft über die Augen: Sakkaden, Folgebewegungen, Konvergenz und peripheres Sehen bestimmen, wie früh eine Situation erfasst wird.
Blickziel-Aufgaben, Sakkaden- und Folgebewegungs-Drills, periphere Wahrnehmung unter Belastung, Kopf-Augen-Entkopplung.
Sakkadengeschwindigkeit, Konvergenz-Nahpunkt, Trefferquote bei Reaktionszielen.
Propriozeption
Rezeptoren in Muskeln, Gelenken, Faszien und Fusssohlen melden Position, Spannung und Druck. Diese Rückmeldung entscheidet über Gelenkkontrolle und Krafttransfer.
Gelenk- und Fussmobilisation, Positions-Reproduktion ohne Sicht, Belastungswechsel auf unterschiedlichen Flächen.
Winkel-Reproduktion, Seitendifferenz im Einbeinstand, Kraftkurve über den Bewegungsweg.
Motorische Ausgabe
Erst nach der Verrechnung aller Eingänge plant das Nervensystem Timing, Reihenfolge und Kraftdosierung. Die Ausgabe ist immer nur so präzise wie die Eingänge, auf denen sie beruht.
Koordinations- und Reaktionsdrills, Bewegungsvarianten unter Zeitdruck, Wechsel zwischen Vorhersehbarem und Unvorhersehbarem.
Reaktionszeit, Sprung- und Landeasymmetrie, Bewegungsqualität im Video.
Atmung & Regulation
Atemmechanik und CO₂-Toleranz beeinflussen Rumpfspannung, Erregungsniveau und Erholungsfähigkeit — die Grundlage dafür, dass Reize überhaupt verarbeitet werden können.
Atemprotokolle mit kontrollierter Ausatmung, Zwerchfellarbeit in Positionen, Belastungs- und Erholungswechsel.
Atemfrequenz in Ruhe, Atempausen-Toleranz, Erholung der Herzfrequenz nach Belastung.
Bereich anwählen, um Funktion, Trainingszugang und Messgrössen zu lesen. Die Verrechnung im Zentrum steht für das zentrale Nervensystem: kein Bereich wirkt isoliert.
04 · Methodik im Training
Der Ablauf, den du in jedem Modul anwendest.
Screening
Kurztest der relevanten Systeme, acht bis zwölf Minuten. Ergebnis: Ausgangswerte für den Tag.
Reizsetzung
Zwei bis drei Drills auf das System mit dem grössten Rückstand, in kurzen Sätzen.
Retest
Dieselben Tests erneut. Verbessert sich der Wert, bleibt der Drill im Plan.
Übertrag
Sportartspezifische Bewegung unmittelbar danach, damit der Reiz im Kontext ankommt.
Online-Mentoring für Fachpersonen
Begleitung über die Module hinaus: Fallbesprechungen, Videoanalyse eigener Screenings und regelmässige Termine per Videocall. Sinnvoll, wenn du die Methodik gerade in den eigenen Betrieb überführst.
05 · Stimmen aus der Zusammenarbeit
„Neuroacademy hat mein Verständnis von athletischer Leistung verändert. Die Ansätze sind fundiert und liefern gleichzeitig praktische, sofort sichtbare Ergebnisse."
„Als Eishockey-Coach habe ich viele Methoden ausprobiert. Die Integration von vestibulärem System und propriozeptiver Kontrolle ist einzigartig."
„Wissenschaftliche Tiefe kombiniert mit praktischer Anwendbarkeit. Unsere Athletinnen berichten von besserem Fokus und stabilerer Leistung."
„Nicht nur einzelne Athleten, ganze Mannschaften profitieren vom systematischen Ansatz zur neuronalen Optimierung."
Welches Modul passt zu deiner Arbeit?
Erzähl uns kurz, mit welchen Athletinnen oder Patienten du arbeitest — wir schlagen dir die sinnvolle Reihenfolge vor.