Afferenz
Als Afferenz bezeichnet man alle Nervenimpulse, die von den Sinnesorganen und Rezeptoren zum Rückenmark und Gehirn laufen — also den Eingang. Dazu gehören Signale aus Augen, Innenohr, Haut, Muskeln, Gelenken und inneren Organen. Die Gegenrichtung, der Befehl vom Zentrum zur Muskulatur, heisst Efferenz. Neuroathletik arbeitet fast ausschliesslich auf der afferenten Seite: Wir verbessern nicht den Befehl, sondern die Information, auf der er beruht.
Jede Übung, die einen Eingang klarer macht, ist afferentes Training: Fussmobilisation schärft die Rückmeldung aus der Fusssohle, ein Blickziel-Drill die visuelle Afferenz, eine definierte Kopfbewegung die vestibuläre. Entscheidend ist Qualität statt Menge — ein undeutlicher Reiz liefert undeutliche Information.
Indirekt über die Ausgabe: Verbessert sich nach einem afferenten Reiz die Standzeit, die Winkelreproduktion oder die Landequalität, hat das System die bessere Information verwertet.
Wie sieht das im Training aus?
Im Einzeltraining oder im Profiling gehen wir genau diesen Punkt an — messbar und auf dich bezogen.